Gemeinschaftspraxis
Dr. med. W. Frank
Dr. med. W. Lenze

Praxis für Chirurgie, Orthopädie, Kinderchirurgie,
Sportmedizin, Chirotherapie, Schmerztherapie /Akupunktur,
Ambulante Operationen und D-Arzt

Anschrift

Gemeinschaftspraxis
Dr. med. W. Frank
Dr. med. W. Lenze
Normannenstr. 4

33647 Bielefeld

Tel.: 0521 / 444 555
Fax: 0521 / 411 659

Sprechstunde

Mo./Di.08:00 - 11:30
15:00 - 17:30
Mi.08:00 - 11:30
Do.08:00 - 11:30
15:00 - 17:30
Fr.08:00 - 13:30

Abstehende Ohren


Die minimal invasive Korrektur abstehender Ohren ohne Hautschnitt in Fadentechnik.

Die kosmetische Korrektur abstehender Ohren kann ambulant in lokaler Betäubung durchgeführt werden.

Vor dem Eingriff demonstriert die Patientin/der Patient die gewünschte Ohrform vor dem Spiegel. Mit einer feinen Nadel wird dann an wenigen Stellen die Ohrmuschel betäubt. Die neue Ohrform wird mit speziellen Fäden fixiert. Die Fäden liegen im Knorpel, sie sind durchsichtig und lösen sich nicht auf.

Es handelt sich um eine minimal invasive Methode (sanfte Chirurgie), die besonders für Erwachsene geeignet ist.

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff können auch bei dieser Methode Komplikationen nach dem Eingriff auftreten, wie z.B. Entzündung, Nachblutung und Schmerzen. Außerdem ist es bei der Fadenmethode möglich, dass einer oder mehrere Fäden aus dem Knorpel ausreissen, wenn z.B. eine andere Person kräftig an dem Ohr zieht.

Da die Fäden geknüpft werden, kann später in seltenen Fällen ein kleines Fadenende durch die Haut hervortreten. Dies ist jedoch leicht zu beheben. Außerdem ist es in wenigen Fällen möglich , dass der Fadenknoten als winzige Vorwölbung von außen sichtbar ist, die aber meistens kosmetisch nicht stört. Für 1 Tag sollte ein Kopfverband getragen werden.

Zur Zeit gibt es noch keine jahrzehntelangen Erfahrungen mit der Fadenmethode. Sie sollte deshalb bei Kindern zurückhaltend angewendet werden, da die kindlichen Ohren noch wachsen.

Für Kinder und Jugendliche empfehlen wir andere Methoden, wie z.B. die "Einritztechnik" und die "Conchaplastik".

Bei der Einritztechnik wird über einen Schnitt hinter dem Ohr der Knorpel eingeritzt. Der Knorpel biegt sich dann spontan nach hinten, wobei die Art des Einritzens die Biegungsrichtung bestimmt. Die Biegung ist sanft und ohne scharfe Kanten. Außerdem ist von Vorteil, dass kein Knorpel entfernt wird. Eine eventuell erforderliche Nachkorrektur bei unbefriedigendem Ergebnis ist deshalb leicht durchführbar.

Bei der Conchaplastik wird über einen Schnitt an der Vorder- oder Rückseite des Ohres ein sichelförmiger Knorpelanteil aus der Ohrmuschel entfernt. Bei der Schnittführung von vorne hat der Chirurg die bessere Übersicht und bessere Kontrolle. Deshalb bevorzugen wir bei dieser Technik den Schnitt an der Vorderseite des Ohres. Die ca. 2 cm lange Narbe liegt in der Innenseite der Ohrmuschel und ist später kaum zu sehen. Für 5-7 Tage muss ein Kopfverband getragen werden.

Je nach Ursache und Form der abstehenden Ohren kommen bei uns manchmal auch mehrere Methoden kombiniert zur Anwendung. Bei Kindern sollte der Eingriff immer in Allgemeinanästhesie durchgeführt werden.

Wichtig bei der Korrektur abstehender Ohren ist es, dass keine Knickbildungen oder scharfe Kanten entstehen. Die Ohren sollen natürlich wirken.